Pielenhofen Pielenhofen Cerrione Crécy-la-Chapelle Städtepartnerschaft Pielenhofen Cerrione Crécy-la-Chapelle Deutsch Französisch Italiensch
communities


Aktuelles

Nachlese

Veranstaltungskalender  

Infomaterial

Presse

Komitee

Interna

Erfahrungsberichte

Ausflug nach Cerrione

An einem schwülen Freitagvormittag fuhren mein Sohn, seine Freundin und ich in Richtung Süden nach Cerrione. Wir wählten die Anfahrt über München, Inntal, Brenner, Mailand, dann Richtung Turin nach Cerrione. Nach sieben Stunden, davon ca. eine Stunde Pause standen wir am Dorfplatz von Cerrione, wo uns Salvatore Viola abholte. Wir fuhren zu seinem Anwesen, wo unsere Körper von der Reise gestärkt wurden. Anschließend lotste uns Salvatore zu unserem Pepe und Patricia, welche uns eingeladen hatten. Nach dem Beziehen der Zimmer und einer notwendigen Dusche, machten wir uns auf den Weg zum Abendessen. Wir wurden nach Biella, die Provinzhauptstadt, chauffiert, wo wir in einer der ältesten Brauereien von Italien unser Abendessen einnahmen. Nach deftiger Brotzeit und hervorragendem Bier durften wir die Altstadt von Biella bei Nacht besichtigen.

Die Gebäude der Altstadt, welche auf einer Anhöhe liegen und mit einem Schrägaufzug zu erreichen sind, stammen aus dem frühen Mittelalter, so unser Dolmetscher Salvatore. Als wir die Altstadt bewandert und die Neustadt von oben besichtigt hatten, ging die Fahrt zurück nach Cerrione wo wir unseren wohl verdienten Schlaf antraten.

Am nächsten Tag, nach ausgiebigem Frühstück, ging es nach einer Gemeinderundfahrt in die Berge, welche unweit von Cerrione liegen. Dort besuchten wir unsere Freunde Anna und Georgio Lanza. Sie haben auf ca. tausend Meter Höhe eine Alm erworben, wo wir alle ausgiebig feierten. Schade, dass uns der Wettergott nicht so richtig mitgespielt hat. Es war den ganzen Tag duster und regnete immer wieder. Wäre schönes Wetter gewesen, hätten wir nach Turin und Mailand sehen können, so Georgio.

Während der innigen Feier des Wiedersehens, erzählten unsere italienischen Freunde, dass die Römer die ganze Provinz ausgebeutet hätten und das Goldvorkommen durch Sklaven tonnenweise nach Rom schaffen ließen. Am späten Nachmittag nahmen wir Abschied von Anna und Georgio, schlitterten zweihundert Meter talwärts über die nasse Almwiese vor dem Haus zu den Autos und traten die Rückfahrt an. Nach schwerem Gewitter wurden alle zu Salvatore eingeladen, welcher uns mit italienischen Schmankerln verwöhnte, die er selber fertigte. In schöner gemütlicher Runde fiel nach einem Blitzschlag der Strom aus. Wir ließen uns aber nicht stören, denn die Frau von Salvatore holte aus einem Vorratsraum einen Karton Kerzen und weiter ging das Fest. Um Mitternacht war Feierabend, denn am Sonntag stand ein Staatsdinner bei Frau Bürgermeister und ihrer Familie auf dem Programm. Dort wurden wir ebenfalls mit freundlichen Gesten aufgenommen und aufs Äußerste mit örtlichen Schmankerln verwöhnt. Gegen fünfzehn Uhr verabschiedeten wir uns von unseren Freunden und traten die Heimreise an.

Wir sollen allen Pielenhofenern Grüße aus Cerrione ausrichten und freuen sich auf ein baldiges Wiedersehen.


Ludwig Obletzhauser





Judenbergstraße 4 · 93195 Wolfsegg · Telefon 09409/8510-0 · Fax 09409/8510-20