Bayerisch – Französisch-Italienische Begegnungen bei der Einweihung des Klosterstadels

Von langer Hand in vielen Stunden vorbereitet war das Treffen der Partnergemeinden aus Pielenhofen, Cerrione und Crécy-La-Chapelle anläßlich der offiziellen Einweihung des Klosterstadels vom 26. bis 27. Mai 2017. Bei Traumwetter waren zum Einweihungsfest je eine Delegation aus Frankreich und Italien bereits am 25.5. nach Pielenhofen angereist.

Im Sportheim des TSV wurden die Gäste nach der Anreise zum Abendessen ans Büfett geladen, welches das Frauenteam des Partnerschafts-Komitees und weitere Helferinnen arbeitsintensiv und aufwendig im Vorfeld gezaubert hatte.

Das Büfett wurde begeistert angenommen und manche Gäste konnten vom bis dato unbekannten Pressack gar nicht genug bekommen.

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Nach Übernachtung und Frühstück überwiegend in privaten Quartieren (vielen Dank den Gastgebern aus Pielenhofen!) besuchten beide Partnergemeinden in Begleitung von Ulrike Kappl (Crécy-La-Chapelle) und Manfred Korn (Cerrione) das Freilandmuseum Neusath-Perschen.

Die Hinfahrt führte bei strahlendem Wetter durch Naab- und Vilstal zur Autobahn. Auf der Anhöhe über Bubach/Klardorf hatten die Gäste einen tollen Blick in den Oberpälzer Wald bis hin zur Tschechischen Republik. Alle zeigten sich beeindruckt von den dichten und weitläufigen Wäldern die wir auf unserer Fahrt durchquerten.

 

Nach einem Einführungsvortrag in franz. Sprache durch eine Mitarbeiterin des Museums, übersetzt ins italienische konnten alle Gäste selbständig Stunden der Entschleunigung im weitläufigen Gelände erleben. Mitgebrachte Lunchpakete wurden unterwegs in schattiger Rast verspeist und manch ein Brotbrocken landete im Bauch einer Ente oder einem kapitalen Spiegelkarpfen im Mühlengewässer. Bei einem erfrischenden Bier kosteten unsere Gäste auch das köstliche im Museum gebackene Bauernbrot. Die kurzweilige Reise in die alten, für die Region typischen Bauerhäuser mit dem entsprechenden Interieur kam bei den Besuchern sehr gut an.

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Die Rückreise führte durch die Oberpfälzer Seenlandschaft entlang dem ehemaligen Braunkohlenrevier Murnersee vorbei am einstigen Standort der Rauberweihermühle und weiter über Wackersdorf hin zum Steinberger See und über die Autobahn zurück nach Pielenhofen. Historische Fotos von dem einstigen Förderbetrieb mit Schaufelradbaggern und Förderbändern wurden bei der kurzweiligen Rückfahrt verteilt und erläutert.

Ein weiteres durch unsere Damen liebevoll vorbereitetes Kalt- Warm-Büfett wartete zum Abendessen bereits auf die Rückkehrer.  Anschließend lauschten Gäste und Gastgeber im neuen Saal des Klosterstadels dem tollen Eröffnungskonzert der Gruppe Trotzdem. Den Abend ließen die Gäste bei einer stimmungsvollen Weinprobe im Kreuzgewölbe des Kulturkellers oder beim Tanz in der Disco ausklingen.

Die offizielle Eröffnung und Segnung des neu gestalteten Klosterstadels wurde am darauffolgenden Samstag nach Kirchenzug und einem ökomenischen Gottesdienst im Beisein der Bürgermeisterin aus Cerrione und dem neuen Bürgermeister aus Crécy-La- Chapelle auf dem Dorfplatz vorgenommen. Im Anschluss konnten sich Bürger und Gäste bei einem reichlichen Veranstaltungsprogramm der örtlichen Vereine die Zeit bis zum gemeinsamen Abendessen im Klosterstadel vertreiben.

Hierbei wurde im neuen Saal eine Skulptur der Freundschaft zwischen 3 Gemeinden in Europa enthüllt. Die Skulptur „Begegnungen“ wurde von der ortsansässigen Künstlerin Manuela Görgen inspiriert und gestaltet mit Freunden aus Pielenhofen, Cerrione und Crécy La Chapelle.

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Nicht nur in Tracht vereint feierten viele Pielenhofener Bürger zusammen mit den italienischen und französischen Gästen ein rauschendes Einweihungsfest mit musikalischer Begleitung der Gruppe Zwiefltreter mit vielen Begegnungen, dem Festigen alter und Knüpfen neuer Freundschaften untereinander.

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Der Abend endete mit dem stimmungsvollen Abspielen der Hymnen aus Bayern, Frankreich und Italien.

Am Sonntag ging es für die Gäste wieder heimwärts. Es wurden bei der Verabschiedung wie immer einige Tränen vergossen und viele Gegeneinladungen ausgesprochen.

Dank der perfekten Vorbereitung, Organisation und der arbeits- und zeitintensiven Mithilfe der Komiteemitglieder und deren Angehörige  wurde dieser Besuch für alle Beteiligten ein unvergessliches Highlight. Die große Anerkennung und wiederholte Dankesbekundungen unserer Freunde aus Italien und Frankreich  bestätigen, dass wir alles richtig gemacht haben.

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Das Partnerschaftskomitee bedankt sich bei allen Helfern aufs Herzlichste. Gerne zitiere ich hier die Worte von Ulrike Kappl: Ihr seid ein Spitzenteam!