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16.08.2010

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Freundschaft     Brüderlichkeit    Partnerschaft

Crécy-la Chapelle und Pielenhofen schließen den Bund fürs Leben 21. bis 24. Mai 2010

Das sonnige warme Wetter war symbolisch für die Herzenswärme, die den Pielenhofener Bürgern bei ihrer Ankunft entgegen schlug. Gleich vom ersten Augenblick an hatte man den Eindruck, unter Freunden zu sein, die sich bestens organisiert und liebevoll auf den Empfang vorbereitet hatten.

Und dieser Eindruck trog nicht. Die Erlebnisse des Pfingstwochenendes 2010 lassen sich nur schwer in Worte fassen und auch nur repräsentativ wiedergeben, da jeder Mitreisende auch seine eigene Partnerschaft erlebt hat.

Alle Gäste waren in Familien untergebracht und dort wurde auch das Abendessen eingenommen, eine ganz besondere Geste und der erste Einstieg in französische Lebensart.

Als sich alle am nächsten Tag zur offiziellen Zeremonie im Rathaus wieder trafen, war die Begeisterung über den Empfang sichtbar und hörbar.

Der Saal war festlich geschmückt und die beiden Gemeinden wurden symbolisch durch jeweils eine Kleiderpuppe in bayerischer und lokaler französischer Tracht dargestellt. Musikalisch umrahmt wurde die Feier von der Gruppe Trotzdem, die fast in kompletter Besetzung der Einladung nach Crécy gefolgt war.

Michel Houel, Senator und Bürgermeister von Crécy-la-Chapelle, dankte zunächst allen Bürgern und Vereinigungen beider Gemeinden, die durch ihre Kontakte und ihren Einsatz die Partnerschaft möglich gemacht haben, ganz besonders natürlich den beiden Partnerschaftskomitees. Er rief alle Bürger auf, die Chancen dieses Abenteuers zu nutzen, von den neuen Spielräumen in der europäischen Gemeinschaft Gebrauch zu machen, sich kennen zu lernen, Freundschaften zu schließen und den Austausch von Jugendlichen aber auch zwischen allen gesellschaftlichen Gruppen zu organisieren. Die Gemeindepartnerschaften sieht er als das konkrete Mittel, die bestehenden guten Beziehungen zwischen beiden Ländern zu vertiefen und mit Leben zu erfüllen. Er hebt dabei ganz besonders die Rolle der Jugendlichen hervor und freut sich über die Teilnahme von 19 jungen Leuten in der Pielenhofener Delegation.

Nach der Liebe auf den ersten Blick und der anschließenden Verlobungszeit würden heute die beiden Gemeinden den Bund fürs Leben schließen.

Und er zitiert Konrad Adenauer: „Die Einheit Europas ist ein Traum weniger. Sie hat Hoffnung ausgelöst für alle. Heute ist sie eine Notwendigkeit für alle“

Alle Bürgern von Pielenhofen, der Perle des Naabtals, versichert er, dass sie im Venedig der Region Brie immer willkommen sind, heute und in Zukunft.


Vive Pielenhofen, vive Crécy-la-Chapelle, vive l’amitié entre nos deux communes, vive l’amitié entre l’Allemagne et la France.

(Es lebe Pielenhofen, es lebe Crécy-la-Chapelle, es lebe die Freundschaft zwischen unseren beiden Gemeinden, es lebe die Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich.)

Reinhold Ferstl, 1. Bürgermeister von Pielenhofen, bekannte in seiner Antwortrede, dass für ihn mit dem heutigen Tag ein Herzenswunsch in Erfüllung gehe. Er dankte für den freundschaftlichen Empfang in den Gastfamilien und er sieht darin einen Grundpfeiler für eine dauerhafte Partnerschaft, ebenso wie in der Freundschaft zwischen der jungen Generation beider Gemeinden, die er besonders fördern möchte.

Eine Partnerschaft biete einzigartige Möglichkeiten des sich gegenseitig Kennen Lernens und sowohl das Festprogramm als auch die vereinbarten Kontakte zwischen Schulen, Vereinen und Privatpersonen legten dafür beredtes Zeugnis ab.

Er vertraut darauf, dass die beiden Komitees als Lokomotive der Partnerschaft mithelfen, die Ehe zwischen beiden Gemeinden mit Leben und Wärme zu füllen und er hofft, dass immer mehr Bürger auf den Zug aufspringen. Er versichert, sich persönlich mit ganzer Kraft für dieses Ziel einzusetzen.

In seinem Schlusswort betont auch er die europäische Dimension der Gemeindepartnerschaft:
„Morgen werden wir in Jouarre Zeugnisse aus der Zeit der Merowinger besichtigen.

Damals entstand mit dem Fränkischen Reich bereits ein Europa, in dem unsere Vorfahren vereint waren, das unter Karl dem Großen seine Blüte erreichte und unter seinen Nachfolgern zerfiel - mit allen negativen Folgen der Entfremdung unserer Völker bis hinein ins letzte Jahrhundert.

Heute haben wir die Chance, es besser zu machen.
Möge unsere Partnerschaft auch hierzu einen kleinen Beitrag leisten.“

Als nach Unterschrift der Partnerschaftsurkunde und dem Austausch der offiziellen Gastgeschenke (Gemälde aus beiden Gemeinden, Wappen, Fahne, Bierkrüge, Fassbier) die Gruppe Trotzdem dann „Oh Happy Day“ anstimmte, gab es mehr als ein feuchtes Auge im Saal.

In einer kleinen Zeremonie wurde anschließend zum sichtbaren Zeichen der Versöhnung am Ehrenmal der Gefallenen des Ersten Weltkrieges von Jugendlichen aus den beiden Gemeinden ein Kranz im Namen von den beiden Veteranenvereinen (Anciens Combattants und Krieger- und Reservistenverein) niedergelegt.

Abschließend enthüllten die beiden Bürgermeister eine große Tafel vor dem Rathaus, die die Partnerschaft dokumentiert und auf der Rückseite eine Kurzbeschreibung beider Gemeinden (Pielenhofen in französischer, Crécy-la-Chapelle in deutscher Sprache) enthält.

Jetzt konnten die lockeren Punkte des Programms beginnen.(Siehe Nachlese)

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